Arbeitsunfall im Home-Office während COVID-19 - Ist man abgesichert bzw. versichert?

Arbeitnehmer hat Verband am Arm

Das Covid-Maßnahmenpaket bringt Sonderregelungen für Ansprüche bei Unfällen im Home-Office. Sie arbeiten von zu Hause aus ? – Auch im Home-Office sind Arbeitnehmer dahingehend abgesichert, dass im Fall einer unfall – oder krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ein Anspruch auf die gesetzliche Entgeltfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber besteht. Arbeitsunfälle sind jene, die sich im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der Arbeit ereignen. 

Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie gibt es Sonderregelungen für Unfälle im Home-Office. Somit sind alle Unfälle im Home-Office von der Unfallversicherung erfasst, die in einem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit während der Arbeitszeit stehen. Der Aufenthaltsort des Arbeitnehmers wird somit zum Betriebsort. Dies, ganz egal, ob Sie in einem abgegrenzten Arbeitszimmer arbeiten oder nicht.

Diese Regelung soll bis zum Jahresende 2020 gelten.

Für arbeitsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Home-Office, insbesondere auch Datenschutz, etc. empfehle ich eine Heimarbeitsvereinbarung und stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Dies auch für die Frage der einvernehmlichen Unterbrechung eines Dienstverhältnisses, der Wiedereinstellungszusage und/oder der Dienstfreistellung. 

Im Fall der Dienstfreistellung kann der Arbeitgeber einseitig eine Dienstfreistellung aussprechen. Für die Dauer der Dienstfreistellung entfällt die Arbeitspflicht, nicht aber die Entgeltspflicht. Diese Maßnahme ist in der Regel wenig attraktiv. Diese Maßnahme ist aber sinnvoll, wenn Ansteckungen im Betrieb vermieden werden sollen.

Artikel verfasst von Rechtsanwältin und Arbeitsrecht Expertin Dr. Cornelia Mazzucco LL.M.